Drei Tote, neun Verletzte nach Horror-Unfall
Feuerwehrwagen stößt mit Taxi zusammen
Paderborn (red). Bei einem der schwersten Unfälle der vergangenen Jahre in Paderborn sind in der Nacht zu Karfreitag drei Menschen gestorben, sieben wurden schwer und zwei leicht verletzt.
Gegen 1 Uhr stieß auf der Kreuzung Warburger Straße/Südring aus bislang ungeklärter Ursache ein mit fünf Personen besetztes Taxi mit einem Leiterwagen der Paderborner Feuerwehr, bestzt mit drei Feuerwehrleuten, zusammen. Zwei weitere Autos, in denen jeweils zwei Menschen saßen, wurden ebenfalls in den Unfall verwickelt.
Der Leiterwagen war laut Polizeibericht mit Blaulicht und Martinshorn vom Südring kommend in Richtung Ludwigsfelder Ring zu einem Brand im Stadtteil Dahl unterwegs, während aus Richtung Lichtenau das mit fünf Personen besetzte Taxi kam.
Leiterwagen fängt Feuer
Durch den Zusammenprall im Kreuzugsbereich schleuderte der Feuerwehrwagen gegen einen Ampelmast, riss ihn aus der Verankerung und zog ihn mit sich. Das schwere Fahrzeug schleuderte über die Kreuzung auf die entgegengesetzte Fahrspur, kollidierte mit einem Toyota und einem Ford, kam auf der Seite zum Liegen und fing im Heckbereich Feuer. Das Taxi wurde durch den Aufprall nach rechts eine Böschung hinuntergeschleudert.
Noch an der Unfallstelle starb ein 46-jähriger Mann, der auf der Rückbank des Taxis gesessen hatte. Seine 40 Jahre alte Ehefrau starb wenig später im Krankenhaus. Auch ein 48-jähriger Feuerwehrmann, Beifahrer im Leiterwagen, erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die beiden anderen Feuerwehrmänner (31 und 21 Jahre alt) wurden schwer verletzt.
Schuldfrage ungeklärt
Lebensgefährliche Verletzungen erlitt der Taxifahrer (43), zwei weitere Fahrgäste im Alter von 47 und 56 Jahren wurden schwer verletzt. Im Toyota, mit dem der Feuerwehrwagen zusammengeprallt war, wurden zwei junge Männer im Alter von 17 und 18 schwer verletzt. Leicht verletzt wurden der 38-jährige Insasse des Ford und seine 36-jährige Frau.
Der Unfallort sperrte die Polizei weiträumig ab. Noch in der Nacht nahm ein Sachverständiger seine Arbeit auf, um den Unfallhergang genau zu untersuchen. Die Schuldfrage ist bislang ungeklärt. Notfallseelsorger waren zur Betreuung von Zeugen, Helfern und Angehörigen im Einsatz.
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