Theoretischer Unterricht
Diskutiere Theoretischer Unterricht im Seminare, Lehrgänge und Fortbildungen Forum im Bereich Feuerwehr Ausbildung / Weiterbildung; Immer Winter ist ja nun mal meist Th.Unterricht. Wie ist der bei euch gestalltet? Habt ihr auch unterlagen oder ließt euer Wehrleiter o. andere auch ...
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Theoretischer Unterricht
Immer Winter ist ja nun mal meist Th.Unterricht. Wie ist der bei euch gestalltet? Habt ihr auch unterlagen oder ließt euer Wehrleiter o. andere auch alles nur trocken vor? Mir kam jetzt die Idee das man für jeden einen Ordner anfertigt, das man mitlesen und immer erweitern kann. Wie Gliedert man das am besten? Soll ja für alle sein. Welche Themen nimmt man?
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AW: Theoretischer Unterricht
Bei uns hängt es ganz stark davon ab, wer die Ausbildung macht, aber die Tendenz geht ganz stark in die Richtung, dass die Dienstvorschriften oder Ausbildungsunterlagen einfach nur vorgelesen werden oder ein paar Fragen dazu gestellt werden - das ist natürlich hochgradigst ineffektiv; allein schon deshalb, weil sich der Stoff nur noch permanent wiederholt und nicht vertieft wird. Einige wenige der Ausbilder (z. B. ich) versuchen dann wenigstens noch Medien wie Powerpoint und/oder Overhead einzubinden.
Einen solchen Ordner kenne ich aus der SEG und halte ich für absolut sinnvoll, wenn man ihn geschickt aufbaut. Ich persönlich würde ihn nach den verschiedenen Themenkomplexen gliedern:
Thema I: Rechtliche Grundlagen
- Brandschutzgesetz
- Feuerwehrverordnung
- blablabla
Thema II: Brandbekämpfung
- Brennen und Löschen
- Gefahren der Einsatzstelle im Brandeinsatz
- Geräte zur Brandbekämpfung
- Schlauchkunde
- Strahlrohre
- ...
- Innenangriff
- Atemschutz
- Türöffnung
- ...
Thema III: Technische Hilfeleistung
- Gefahren der Einsatzstelle im Hilfeleistungseinsatz
- Patientenorientierte Rettung
- aus PKW
- aus LKW
- Motorsäge
- Lenzeinsatz
usw.
Dann wäre es die Aufgabe jeden Ausbilders zu seiner jeweiligen Einheit das allerwichtigste kurz, auf maximal 1-2 Seiten, zusammenzufassen und für jeden zu kopieren, so dass die das in ihren Ordner einheften können. Damit hätte dann am Schluss jeder sein kleines "Feuerwehrhandbuch". So etwas könnte dann von Jahr zu Jahr erweitert werden.
Genauso könnten dort dann auch Lehrgangsunterlagen und ähnliches eingeheftet werden.
Was ich auch als sehr sinnvoll erlebt habe ist eine kleine "Bibliothek" im Gerätehaus. Es schadet nicht, wenn man z. B. die Dienstvorschriften, Unfallverhütungsvorschrift, Ausbildungsblätter, aber z. B. auch den Hamilton, "die roten Hefte", die Reihe Einsatzpraxis oder auch Fachbücher (z. B. den LPN oder etwas zu Notfallpsychologie) jeweils einmal im Gerätehaus stehen hat. Wenn Fragen aufkommen, kann man so nämlich immer direkt nachschlagen! Zusätzlich könnte man z. B. das Bevölkerungsschutzmagazin (kostenlos) und/oder die Brandschutz abonieren und in Ordnern im Gerätehaus aufbewahren; da kann man auch immer wieder einen Blick hinein werfen!
Das wichtigste ist aber mit Sicherheit, dass die theoretische Ausbildung gut durchgeführt wird, auf die Praxis ausgerichtet ist und sich an den Bedürfnissen der Wehr orientiert, so dass die Einheit immer besser ausgebildet wird. Die praktischen Übungen müssen dann entsprechend praxisnah sein, eine Herausforderung darstellen und so neues Wissen vermitteln. Dann ist eine Wehr m. E. auch gut auf mögliche Eventualitäten vorbereitet!
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Bei uns halten die verschiedenen ausbilder den unterricht mittels power point oder praktisch wenn möglich (kleine vorführungen)
die ausbilder bei uns sind durch seminare an der feuerwehrschule ganz gut geschult (methodik,dedaktik oder auch pedagogig).
da wir unsere wache mit der bf teilen werden manche ausbildungen auch von einem bf`ler übernommen
da wir zu den jungs nen sehr guten draht haben außerdem gehen sie sehr motiviert an die sache ran da es im wachalltag ne willkommene abwechslung darstellt.
und ordner brauche ich persönlich nicht wirklich da ich von diversen lehrgängen genug kram zu hause rumfliegen habe
daher aus meiner sicht ein vernünftig gestalteter unterricht ist vollkommen ausreichend da das grund wissen durch lehrgänge ja vorhanden ist
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Zitat von
Grisu
Bei uns halten die verschiedenen ausbilder den unterricht mittels power point oder praktisch wenn möglich (kleine vorführungen)
die ausbilder bei uns sind durch seminare an der feuerwehrschule ganz gut geschult (methodik,dedaktik oder auch pedagogig).
da wir unsere wache mit der bf teilen werden manche ausbildungen auch von einem bf`ler übernommen
da wir zu den jungs nen sehr guten draht haben außerdem gehen sie sehr motiviert an die sache ran da es im wachalltag ne willkommene abwechslung darstellt.
und ordner brauche ich persönlich nicht wirklich da ich von diversen lehrgängen genug kram zu hause rumfliegen habe
daher aus meiner sicht ein vernünftig gestalteter unterricht ist vollkommen ausreichend da das grund wissen durch lehrgänge ja vorhanden ist
Genau das hat mir NICHT geholfen.
Seh es mal aus der Sicht: du bist 1985 in der DDR in die FFW eingetreten dein letzter Lehrgang liegt fast 15 Jahre zurück. Alles was du beim Dienst machst ist mehr oder weniger an eigenen Fehlern arbeiten. Der nächtältere ist 26, was heißt der alterschnitt liegt ca. bei 35. Ich will nicht reformieren sondern verbessern.
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Es ist auch lerntheoretisch wenig sinnvoll allein auf den Unterricht zu setzen. Rein statistisch gesehen wird das meiste wieder vergessen (durchaus wichtige Sachen), das man in Lehrgängen gelernt hat. Deshalb muss es nicht nur regelmäßig zur Anwendung kommen, sondern es muss auch jeder die Möglichkeit haben, den Stoff schnell zu wiederholen.
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Hallo,
wir haben jeden Montag , bis auf ein paar Ausnahmen, Übungsabend bei dem die Ausbilder oder Kameraden meist prakt. Übungen vorbereitet haben. Nach der Übung werden uns dann Ausbildungsunterlagen ausgehändigt um diese zu Hause zu vertiefen. Wir machen auch rein theore. Abende in Form von PowerPoint Präsentationen aber der Hauptausbildungsteil wird bei uns kombiniert abgehalten, d.h prakt. und theoretisch. Im letztem Jahr gab es auch einige Seminare in einer kleinen Gruppe ( ca. 10-15 Kameraden) um spezielle Kentnisse zu erlangen oder um bereits vorhandene nochmals zu vertiefen.
Unterlagen sammle ich persönlich von den Ausbildungslehrgängen wie z.B. Truppmann, AGT, Sprechfunker, AbStuSi, etc. zu Hause um dann bei Bedarf darin nachlesen zu können, die Aufteilung der Unterlagen würd ich genauso machen wie Löschknecht es beschrieben hat.
Gruß xyogi
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Also mir gefällt die Idee von Löschknecht sehr gut. Aber natürlich darf auch die Praxis nicht zu kurz kommen.
Mir persönlich hilft es wenn ich die Infos in Papierform zuhause liegen habe. Da kann man dan wie schon gesagt bei bedarf wiederholen und Sachen nachschlagen.
Gruß
FWH
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Zitat von
Freiwilliger Helfer
Also mir gefällt die Idee von Löschknecht sehr gut. Aber natürlich darf auch die Praxis nicht zu kurz kommen.
Das sollte ich vielleicht auch nochmal betonen: Jede theoretische Unterweisung bei der Feuerwehr muss (anders als z. B. in der Schule) einen direkten Praxisbezug haben. Das bloße Vorlesen von Dienst- oder Unfallverhütungsvorschriften ist ein "No-Go"; lesen kann jeder selbst. Entscheidend ist, dass besprochen wird, was die Vorschriften im einzelnen konkret für die Wehr bedeuten und dass in Einsätzen und Übungen auch gezielt darauf geachtet wird, dass man sich daran hält.
Auch bei jeder anderen Ausbildung kann das theoretische Beiwerk getrost etwas zurückgefahren und dafür mehr Wert auf die praktische Relevanz gelegt werden. Sehr schön ist es übrigens, wenn generell der Anteil an Lehrvorträgen reduziert wird, sondern die Mannschaft in Gruppen aufgeteilt wird, um konkrete Probleme zum Thema des jeweiligen Ausbildungsthermins zu erarbeiten. Wenn man sich dann anschließend über diese Lösungen austauscht, hat jeder mehr davon mitgenommen als aus 20 Lehrvorträgen!!!
Analoges gilt aber auch für die praktische Ausbildung - bloßes Üben des Leiter stellens oder losgelöstes Üben von Knoten und Stichen ist sinnlos. Entweder eine Übung ist eine Einsatzübung in der viele Tätigkeiten beübt werden oder aber die Übung ist so gestaltet, dass sie ein Problem/eine Herausforderung darstellt, die dann von der Mannschaft (langsam und mit Absprache) gelöst und anschließend reflektiert wird.
Genau da herrscht zur Zeit nämlich noch viel Verbesserungsbedarf.
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Geht ihr im Winter raus? Also wird Theorie gemacht was das letzte mal so ablief das einer was vorgelesen hat und der rest hat sich nur minimal interessiert. Die unterweißung mit der ganzen §scheise muss ja auch jedes Jahr sein. Wenn ich aber hätte mitlesen können, hätte es mich wahrscheinlich mehr interessiert. Ich wollte mich nun mit nem Kameraden hinsetzen und so nen kleinen Hefter/Ordner erarbeiten. Danke für die guten ideen. Aber dieses Thema ist regional unterschiedlich und wird überall anders gehandhabt.
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Zitat von
Findeisen
Geht ihr im Winter raus? Also wird Theorie gemacht was das letzte mal so ablief das einer was vorgelesen hat und der rest hat sich nur minimal interessiert. Die unterweißung mit der ganzen §scheise muss ja auch jedes Jahr sein. Wenn ich aber hätte mitlesen können, hätte es mich wahrscheinlich mehr interessiert. Ich wollte mich nun mit nem Kameraden hinsetzen und so nen kleinen Hefter/Ordner erarbeiten. Danke für die guten ideen. Aber dieses Thema ist regional unterschiedlich und wird überall anders gehandhabt.
Die Unterweisung muss überall sein und wir gehen im Winter auch nicht raus und der Unterricht läuft bei uns auch oft genug so ab, dass einer vorliest und der Rest schläft. Aber der Unterricht muss so nicht laufen, man kann jedes Thema interessant gestalten und MUSS meines Erachtens jedes Thema auf die Praxis ausrichten (auch die Unterweisung in der UVV!).
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Also bei uns finden bestimmte Themen auch im Winter als praktische Ausbildung draußen statt.
Warum sollte man z.B. Eisrettung drinnen in der Theorie durchführen, wenn das Eis auf dem See tragfähig und dick genug ist, das man auch da rauf kann?
Wir können es uns auch nicht aussuchen, ob es im Winter oder Sommer brennt, von daher kann man ruhig auch im Winter praxis im Außenbereich machen.
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Klar, solche Themen wie Eisrettung oder auch Personensuche (wegen der Dunkelheit!) werden bei uns auch im Winter praktisch beübt. Aber man muss ja bei Frost nicht unbedingt eine nasse Löschangriffsübung durchführen und im Sommer bei brütender Hitze in einem Saal Theorie kauen ;-)
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also bei uns liegt der haupt augenmerk im winter auf theorie aber natürlich werden gewisse themen auch praktisch gemacht wie eistrettung und verkehrsabsicherung oder ausleuchten
und wie bereits gesagt wurde es brennt auch im winter
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