Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!
Diskutiere Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.! im Berufsfeuerwehr Forum im Bereich Feuerwehr Gruppen; Um den Vorschlag eines Kollegen, der in dieser Diskussion gemacht wurde, mal aufzugreifen und sich auch ein wenig besser koordinieren zu können, wurde dieser Thread ...
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Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!
Um den Vorschlag eines Kollegen, der in dieser Diskussion gemacht wurde, mal aufzugreifen und sich auch ein wenig besser koordinieren zu können, wurde dieser Thread erstellt.
Es geht darum, endlich auf sich aufmerksam zu machen! Nachdem zu einer der größten Demos der vergangenen Jahre die Hauptstadtpresse einen Maulkorb verpaßt bekam und nicht darüber berichtet hat, obwohl fast alle Kollegen (die nicht im Dienst waren) zur Rush-Hour die City-Ost lahm legten und nachdem über die letzte kleinere Demo nur negativ berichtet wurde, wird es Zeit, den Berlinern zu zeigen, daß wir große Probleme haben!
Da wir nicht streiken dürfen und uns unsere Führung komplett zu verraten scheint, müssen eben kreative Möglichkeiten her!
Da hatte ein Kollege in o. g. Diskussion auf You-Tube vorgeschlagen, doch mal an einem Tag die Vorschriften der StVO ernst zu nehmen, und bei JEDER Fahrt mit Sonderrechten (sollten med. Gründe einen Patienten betreffend dagegensprechen, dann natürlich nicht!) das Martinshorn von Abfahrt bis Eintreffen einzuschalten!
Rechtlich ist das völlig einwandfrei, da ich ja Sonder- und Wegerechte nur bei GEMEINSAMER Nutzung von blauem Blinklicht und Martinshorn in Anspruch nehmen kann.
Sinnvoll und wirksam und auffällig ist das natürlich nur, wenn ALLE Wachen und Stützpunkte das den GANZEN Tag (also von 00:00 bis 24:00 Uhr) durchziehen.
Sollte sich eine Medienresonanz einstellen, kann man das gerne an jedem Sonntag wiederholen!
So, bin gespannt auf die Resonanz und den 19.6.! 
Für alle, die mit den Berliner Verhältnissen nicht ganz so vertraut sind, hier ein paar Eckpunkte, wo uns der Schuh drückt:- keine nennenswerten Gehaltssteigerungen seit ca. 10 Jahren!
- die am schlechtesten bezahlten Beamten im Bundesgebiet!
- seit Jahren unbefriedigende Beförderungssituation
- seit Jahren ungerechtes Bewertungsverfahren
- (teilweise) Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld
- "Kostendämpfungspauschale"
- Streichung der Wechselschichtzulage
- 48h-Woche als Regelarbeitszeit
- Überstunden
- Rufbereitschaften
- angeordnete Mehrarbeit
- Umgang mit Anwärtern
- eine Führung, die die Verachtung für die Kollegen immer wieder offen zeigt!
- zu wenig Freizeit
- immer mehr Einsätze bei immer weniger Kollegen (die Berliner Fw hat heute weniger Mitarbeiter als 1990 alleine die Westberliner Feuerwehr hatte!)
- GHW weg
- dritter Mann auf dem RTW weg (obwohl mit dem EK99 vertraglich zugesichert)
- eine Unmenge an völlig unsinnigen Alarmen
- schlechtere Leistung für den Bürger (permanentes Verfehlen der Eintreffzeiten z. B.)
- dauerndes Üben der Rückfallebene (in der Bereitschaftszeit!) mit negativen Folgen für die Menschen ("Dienstag ist ein guter Tag zum Sterben!")
- usw. usf.
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AW: Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!
Damit noch ein wenig klarer wird, wie sich die Kollegen fühlen, im folgenden ein paar Auszüge aus Kommentaren bei kununu.com, wo man Arbeitgeber bewerten kann. Dazu sollte man wissen, daß der Berliner Feuerwehrmann nicht unbedingt ein Rhetoriker ist (muß er auch nicht sein), das ändert aber nichts an der Verzweiflung bis Resignation, die allerorten seit Jahren zunimmt!
"Berliner Feuerwehr !? Wird national in anderen Bundesländer nur noch belächelt!"
Vorgesetztenverhalten: Unmittelbare Vorgesetzte die ihr Entamt erhalten haben sind i.o.Vorgesetzte die aufgestiegen sind und wollen, haben den Feuerwehrmann abgelegt.
Kollegenzusammenhalt: Nur durch die Kollegen selber läuft der Laden noch und man versucht die Stunden so schnell und angenehm wie möglich über die Runden zu bekommen-gemeinsam.
Interessante Aufgaben: Nach ein paar Jahren bei der Berliner Feuerwehr hat man alle Facetten des Lebens und des sterbens kennen gelernt und man ist dann Gefühlsmäßig vollkommen abgestummpft.
Arbeitsatmosphäre: Ist einfach nur noch Grauenhaft.Zu jedem Dienstantritt holt die Behörde und der Senat die Keule raus.Man emfängt Dich mit neuen Nachrichten,Dienstanweisungen und Vorschriften- aber mit Sicherheit zum Nachteil aller Kollegen.
Kommunikation: Kommunikation gibs nur noch in eine Richtung.Macht dies,macht das, ihr seit faul und kostet nur noch Geld.Und hier haben wir noch neue Dienstanweisungen usw. Alle Vorschläge von Kollegen werden meistens ignoriert.
Arbeitsbedingungen (Räume, ...): Arbeitsbedingungen? Die meisten Feuerwachen sind die reinsten Bauruinen.Der Senat hat kein Geld.
Work-Life-Balance: Arbeitszeiten? Bis zu 72h pro Woche hat nichts mehr mit Arbeitszeit zu tun sondern mit Ausbrennen.Es bricht alles weg.Freunde,Familie usw.Irgendwann findest Du Dich in einer 2 Raum Wohnung wieder und kannst Dir nicht mal mehr den Urlaub alleine leisten.
Gleichberechtigung: Die Wiedervereinigung hat bis heut kaum statt gefunden.Da brauch man sich über andere Gleichberechtigungen keine Gedanken machen.
Umgang mit Kollegen 45+: Oh Gott,Kollegen über 45! So alt darf man nicht werden.Man hat die Kollegen über 15-20 Jahre im Einsatzdienst verheizt und wundert sich,das immer mehr Kollegen immer öfters und immer länger krank werden.Und schaffen die Kollegen dann ihre Test nicht mehr,werden sie in den meisten fällen abgeschrieben und allein gelassen.Die Würde des alten Kollegen mit viel Berufserfahrung wird von der Behörde mit Fü...... getreten.
Karriere- /Weiterbildung: Karriere? Was ist das? 18 Jahre auf die erste Beförderung warten?! Man zeigt der Feuerwehr schon seit 100 Jahren das sie gegenüber der Polizei keine Lobby hat. Es geht nicht mit und ohne sie.
Gehalt und Benefits: Gehalt? Aufwandsentschädigung kommt der Sache näher.In Berlin verdient man bis zu 500 Euro weniger wie in anderen Bundesländer bei der Feuerwehr. Wenn man Tag-täglich das höchste Gut eines Menschen riskiert-das Leben, sollte es wesentlich mehr sein.Keine Berufsgruppe riskiert mehr!
Umwelt-/Sozialbewusstsein: Wir haben keine Zeit dafür. Wir müssen zusehen,das wir noch mit einer gewissen Gesundheit nach jedem Dienst einigermaßen nach Hause kommen sofern da noch eine Familie ist.
Image: Der Feuerwehrmann hat einen guten Ruf.Aber ich würde keinem Berlin empfehlen. Ich war mal Stolz Feuerwehrmann zu sein.Aber Berlin hats geschafft uns die Familien,Freunde,Geld und unsere Gesundheit zu nehmen!
Pro:
Nichts mehr !!!!
Contra:
Du bist nichts wert !!!
Verbesserungsvorschläge:
1. Komplette Führung auswechseln.Umstruktuierung der kompletten Feuerwehr.Regelbeförderung! Gehobener und höhere Dienst nur noch von den Wachen rekrutieren."
""nicht empfehlenswert"
Vorgesetztenverhalten: Direkte Vorgesetzte auf den Wachen machen ihre Arbeit und sind kollegial. Für die gesichtslosen Stellen darüber passen am besten Begriffe wie: ignorant, anmaßend, praxisfern und profitorientiert.
Kollegenzusammenhalt: Kleine Gruppen halten zusammen. Der gesamte mittlere Dienst der Behörde spricht leider nicht mit einer Stimme.
Interessante Aufgaben: Gerecht oder nicht, die Belastung des Jobs war jedem schon bei der Bewerbung klar. Feuerwehr ist kein schonender einfacher Beruf. Interessant ist es alle Male und jeden Tag aufs Neue.
Arbeitsatmosphäre: Allein wegen Sparkursen, Mehrarbeit und gesundheitlichen Beschwerden aufgrund fehlenden Personals.
Kommunikation: Information von ganz oben gibt es selten und wenn, dann nur DASS etwas durchgesetzt wird. Eine Begründung erfahren wir nicht.
Arbeitsbedingungen (Räume, ...): In Prenzlauer Berg steht die älteste in Dienst befindliche Feuerwache Deutschlands. Das sieht, riecht und merkt man in jeder Hinsicht.
Work-Life-Balance: Auch, wenn jeder von Anfang an wusste, das wir auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten, nimmt die Arbeit seit der Umstrukturierung der Feuerwehr immer mehr Raum in dem Bereich unseres Lebens ein, der eigentlich der Familie, den Freunden und der eigenen Freizeit gehören sollte.
Gleichberechtigung: Die Behördenleitung, und nur diese diktiert, wer befördert wird. Mit leistungsgerechter Bezahlung, Beförderung oder Bewertung hat das sehr wenig zu tun.
Umgang mit Kollegen 45+: Wir auf den Wachen achten so gut wir können auf die älteren Kollegen. Die Feuerwehrführung fordert aber noch immer auch von 59 jährigen unter Vollschutz ins Feuer zu gehen oder RTW zu fahren und Patienten zu schleppen.
Karriere- /Weiterbildung: Wer will, kommt weiter - Aber ohne Schleim läuft auch hier nichts.
Gehalt und Benefits: Pünktlich Geld auf dem Konto und durchschnittlich gut bezahlt trifft wohl alle positiven Aspekte. Danach geht es abwärts. Seit Jahren wird gekürzt. Die gelobte private Krankenversicherung ist eine Kostenfalle und wenn die Feuerwehr noch etwas mehr Geld streicht, verdiene ich weniger als meine Freundin in ihrem druchschnittlich bezahlten Bürojob.
Umwelt-/Sozialbewusstsein: Wenn ich sehe, wie viel Papier wir im Zeitalter der EDV immernoch verschwenden, kommt mir der Begriff Ökonomie nicht als Erstes in den Sinn.
Image: Die meisten von uns sind immernoch mit dem Herzen dabei. Wir wollen helfen und wir sind stolz auf das, was wir tun. Nur möchten wir auch stolz bleiben und die Reputation verdienen.
Pro:
Das Ansehen in der Bevölkerung ist immernoch eines der höchsten in ganz Deutschland.
Contra:
Wir die Behörde mit ihren Arbeitskräften umgeht.
Verbesserungsvorschläge:
1. Mehr Motivation in Form von Geld, weniger Arbeit, besseres Krankenversicherungssystem usw."
""Berliner Feuerwehr - Viel und gefährliche Arbeit ohne Anerkennung und mit unterdurchschnittlicher Entlohnung"
Vorgesetztenverhalten: Unter diesen Bedingungen gutes Verhalten des direkten Vorgesetzten aber mangelhaftes Verhalten und schlechte Menschenführung der Vorgesetzten in der oberen Verwaltung.
Kollegenzusammenhalt: Bis auf einige Ausnahmen ziemlich gut.
Interessante Aufgaben: Sehr interessante und abwechslungsreiche Aufgaben, eben Feuerwehr !
Arbeitsatmosphäre: Schlechte Arbeitsatmosphäre wegen beratungsresistenten indirekten Vorgesetzten und intransparenten Entscheidungen in der Personalführung.
Kommunikation: Kommunikation zu direkten Vorgesetzten gut, jedoch von der Führungsriege kommt nie etwas positives sondern es werden nur kritische und teilweise auch ehrverletzende Aussagen getätigt und man wird teilweise unter Generalverdacht gestellt !
Arbeitsbedingungen (Räume, ...): Technik sehr gut aber die Wachen sind teilweise in einem erbärmlichen und in einem schlechten sicherheitstechnischen und gesundheitsschädlichen Zustand.
Work-Life-Balance: Auf die Familie wird in keinster Weise Rücksicht genommen. Arbeitszeiten bewegen sich bei mindestens 48 Stunden in der Woche und das soziale Umfeld ( Freunde ) bricht weg. Urlaubsplanung nur nach strengsten Vorgaben und familienunfreundlich.
Umgang mit Kollegen 45+: Darauf wird im Gegensatz zu früher überhaupt nicht mehr geachtet. Wer nicht mehr kann, wird frühpensioniert !
Karriere- /Weiterbildung: Trotz vielen Weiterbildungen und Qualifizierungen und neuen erlernten Berufen keine Beförderungen oder Anerkennungen sondern nur mehr Verantwortung . Aufstieg fast nur für Ja - Sager und Selbstdarsteller !
Gehalt und Benefits: Es ist unterdurchschnittlich zu allen anderen Bundesländern und es wird immer weiter gekürzt. Berufseinsteiger sind Hartz 4 berechtigt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein: Das machen die Wachen selbst.
Image: Von der Bevölkerung ja, da Feuerwehrmann der am meisten geachtete Beruf ist, aber bei den Mitarbeitern hat das Unternehmen einen immer schlechter werdenden Ruf und diese Talfahrt hält seit ca. 15 Jahren an und setzt sich immer stärker werdend fort !
Pro:
Die Wachbesatzungen sind in Ordnung.
Contra:
Die Führung ist sehr schlecht, da man nur noch als Kostenfaktor gesehen wird und die Arbeit überhaupt nicht mehr geschätzt wird, obwohl sie äusserst gefährlich und verantwortungsvoll ist.
Verbesserungsvorschläge:
1. Es muss sich viel ändern, damit es wieder so wird wie früher. Die Leitung sollte möglichst nur aus Feuerwehrleuten bestehen, die diesen Job auch von der Pike auf gelernt haben und nicht wie jetzt aus Verwaltungsbeamten !"
""Bloß nicht! Andere Wehren sind deutlich besser!"
Pro:
Meist ist der Zusammenhalt innerhalb der Tour echt klasse, aber das wars auch schon...
Contra:
Es wird immer weniger Geld, Freizeit, Spaß und das Klima auf der Wache ist auch mal besser gewesen. "
"Verzweifelte Kolleginnen und Kollegen bei der BF Berlin"
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AW: Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!
so wie Berlin in den letzten Jahren runtergewirtschaftet wurde braucht man sich auch über die Zustände bei der Berliner Feuerwehr nicht wundern
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AW: Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!
Lasst euch von eurem Disponenten doch mal einen "Fehlalarm" im Roten Rathaus disponieren wenn der Senat da tagt.
Dann unter Atemschutz den Senata us dem gebäude holen und das Dach mit einer DLK ein bisschen nass spritzen und wenn die Abgeordneten das Rathaus verlassen müsste an einem HLF (oder LHF, is ja das selbe) ein großes Transparent mit eurem Anliegen hngen. Dann wachen sie vielleicht mal auf.
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AW: Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!

Zitat von
Zweistein
Lasst euch von eurem Disponenten doch mal einen "Fehlalarm" im Roten Rathaus disponieren wenn der Senat da tagt.
Dann unter Atemschutz den Senata us dem gebäude holen und das Dach mit einer DLK ein bisschen nass spritzen und wenn die Abgeordneten das Rathaus verlassen müsste an einem HLF (oder LHF, is ja das selbe) ein großes Transparent mit eurem Anliegen hngen. Dann wachen sie vielleicht mal auf.
Hm, nette Idee. Nur wird da wohl kein Disponent mitmachen. Weil er dann seinen Hut nehmen könnte. Oder mindestens mit einem Disziplinarverfahren rechnen müßte und auch noch die Kosten des Einsatzes aufgebrummt bekäme. Nett gemeint, aber keine Lösung ...
Sonntag der sicheren Alarmfahrt in Berlin - am 19.06.!
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