Die meisten Feuerwehrleute bei der Berufsfeuerwehr haben Erlebnisse gehabt, die mit psychischem Streß einhergehen. Was wird getan, um mit diesem Streß fertig zu werden?
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Die meisten Feuerwehrleute bei der Berufsfeuerwehr haben Erlebnisse gehabt, die mit psychischem Streß einhergehen. Was wird getan, um mit diesem Streß fertig zu werden?
Ich bin zwar "nur" bei der Freiwilligen FW, aber auch bei uns gibt es schwierige Einsätze und psychischen Streß. Da hilft nur rdeen, reden, reden... Sonst frißt man die Erlebnisse in sich rein.
Also bei mir z.b. ist es so :
wir kommen zum Brand und es heißt Person im Gebäude vermisst.
Wir finden die Person nur leider schon verstorben, dann denke ich nicht drüber nach.
Ich baue keine persönliche bindung zum opfer auf, weil ich ihn nicht kenne.
Wenn man drüber nachdenkt wie z.b. oh mein gott der arme mann tut mir voll leid
dann geht man dran kaputt.
Also nie drüber großartig nach denken und sein Job machen.
MFG
vom DRK o.ä. gibt es seelsorgeeinheiten, mir fällt der genaue name nicht ein, die sind auch für die betroffenen und feuerwehrleute da.
Diese Seelsorger müssen nicht von einer anderen HiOrg sein. Das kann auch ein "normaler" Pastor aus dem eigenen Dorf mit Zusatzausbildun sein.
Hier gehts zum Notfallseelsorgeteam Magdeburg, nur mal als Beispiel.
das war ja auch nur ein beispiel, vom drk sin es halt selten religöse personen wie pastor etc
Bist du in einem Dorf oder einer größeren Stadt in der Feuerwehr??
denn leider kommt es in kleineren Orten auch oft dazu, dass man die personen kennt....in manchen dörfern kennt ja jeder jeden und dann funktioniert dein einfahces Prinzip nicht!! ich bezweifle auch so, dass es funktioniert, denn ganz kalt lässt es einen bestimmt nicht, aber im Moment des Einsatzes steht man eh unter andrenalin und ich glaube da denken wir eher selten sondern funktionierne nur und wenden das gelernte an. Aber im Nachhinen denkt man doch drüber nach. so geht es mir zumindestens. Gott sei dank habe ich nohc nicht viele Tote gesehen und wenn nur bei Notfall Tür verschlossen und das waren auch ältere Menschen, wo die Hilfe eh schon zu spät war. Traurig ist es trotzdem immer wieder, alleine schon weil es keiner gemerkt hat oder erst zu spät.
Ich komme aus einer größeren Stadt.
Klar wenn ich sehe das es ein Freund ist lässt es mich sicher auch nicht kalt, aber mache trotzdem meine Arbeit und versuche nicht drüber nach zudenken
@PlayaBonita:
Bei welcher BF arbeitest Du denn?
dann gibts da immer noch die familie mit dennen man reden kann, oder freunde, oder auch der pfarrer, oder der artz, oder die maeraden... den oft mals hilft es einfach jemand zuerzählen was pasiert ist
Hi!
Weil der erste Post im Thread lautete:"Die meisten Feuerwehrleute bei der Berufsfeuerwehr haben Erlebnisse gehabt, die mit psychischem Streß einhergehen. Was wird getan, um mit diesem Streß fertig zu werden?"
Und da Du antwortetest "Also bei mir z.b. ist es so :..." dachte ich Du wärst bei einer BF. Zumal Firefly in seinem dir vorangegangenen Post genau angegeben hatte, dass er "nur" bei einer FF wäre.
Jetzt zu meiner BF:
Es gibt in unserem Leitstellenbereich eine Notfallseelsorge, die auch Rege für Angehörige von Opfern oder Betroffene eingesetzt wird. In unseren Reihen gibt es Kollegen, die für das KIT ausgebildetet sind.
Persönlich hatte ich noch nie Probleme nach Einsätzen, auch kenne ich keine Kollegen, die bisher damit zu kämpfen gehabt hätten. Falls es jedoch irgendwann einmal zu so etwas kommen sollte, wäre bei uns niemand zu feige um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das wäre eindeutig der falsche Weg.
Also bei uns gibt es ein sogenanntes PSU-Team (psycho-soziale Unterstützung). Das sind speziell ausgebildete Feuerwehrkameraden, die dazu ausgebildet sind, ihren Kameraden zu helfen, psychisch belastende Einsätze und den damit verbundenen Stress zu bewältigen.
Die Ausbildung wird zum Beispiel am Institut der Feuerwehr NRW in Müsnter angeboten: IdF - Beschreibung der Seminare, teilnehmervoraussetzungen, Seminarziel
Ich finde das ganze eine gute Sache, weil man sich seinen Kameraden (der sowas vlt. auch schon erlebt hat) doch vielleicht auch nochmal anders anvertrauen wird und die Scheu darüber zu reden nicht so groß ist, wie bei jemandem der absolut fern der Materie ist.